Vom 23. bis 24. Juni 2025 kamen Biobank- und DIZ-Manager*innen aus 26 Universitätskliniken in der TMF zu einem Workshop zusammen, um gemeinsam praktische Handlungsempfehlungen zur besseren Verknüpfung von Bioproben und Daten über das Forschungsdatenportal Gesundheit (FDPG) der Medizininformatik-Initiative (MII) zu erarbeiten. Wie kann das standortübergreifend effizient, harmonisiert und bedarfsorientiert gestaltet werden? Genau darum ging es beim Workshop der TMF-Arbeitsgruppe Biobanken „Optimierung der Bioprobenverknüpfung in der Medizininformatik-Initiative“.
Ziel des Workshops war es, die Prozesse für die Verknüpfung von Bioproben und klinischen Daten bei Nutzungsanfragen über das Deutsche Forschungsdatenportal für Gesundheit (FDPG) zu harmonisieren. Außerdem soll die lokale Zusammenarbeit von Biobanken und Datenintegrationszentren (DIZ) gestärkt werden. Im Workshop ging es auch darum, die Perspektiven der Forschenden zu verstehen und in die Prozesse zu integrieren.
Um die Prozesse zu optimieren, wurden insbesondere drei mögliche Szenarien der standortübergreifenden Bioproben-Herausgabe anhand von Anwendungsfällen diskutiert:
- jede Biobank schickt Proben direkt an Forschende
- alle Biobanken schicken Proben an eine „Probenmanagementstelle“ zur gebündelten Weiterleitung der Proben an Forschende oder ein Analyselabor
- es werden keine Proben an Forschende verschickt, sondern es erfolgt eine koordinierte Auftragsanalytik, deren Ergebnisse an die Forschenden gesendet werden
„Es geht nicht darum, eine neue technische Lösung zu entwickeln, sondern darum, bereits bestehende Ansätze und Strukturen zu diskutieren und gemeinsam einen verlässlichen, effizienten und transparenten Prozess zu gestalten“, erläuterten PD Dr. Sara Nußbeck, Leiterin der Zentralen Biobank der Universitätsmedizin Göttingen, und Sven Heiling, Projektmanager in der German Biobank Alliance (GBA) am Standort Jena, zu Beginn der Veranstaltung. „Wir hoffen, dass die Ergebnisse nicht nur für die MII relevant sind, sondern auch für andere Forschungsnetzwerke“, so Nußbeck.
„Wir danken allen Teilnehmenden für den offenen Austausch und das gemeinsame Engagement“, so TMF-Geschäftsführer Sebastian C. Semler. Im Anschluss an den Workshop sollen Handlungsempfehlungen erarbeitet und wesentliche Rahmenbedingungen wie Vertragsgrundlagen und Kostenmodelle geklärt werden. Ziel ist es, nachhaltige Lösungen für eine effizientere und besser zugängliche Probennutzung zu schaffen. „Wir sind gespannt darauf, wie diese Ansätze helfen werden, den Zugang zu Bioproben zu verbessern und nachhaltige, bedarfsorientierte Infrastrukturen zu gestalten“, sagte TMF-Biobankexpertin Dr. Stefanie Märschenz.
Quelle: Dieser Text erschien ursprünglich auf der Website der TMF e.V.
