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Die German Biobank Alliance (GBA) wächst weiter

Die German Biobank Alliance (GBA) heißt 15 weitere Biobanken in ihrem Verbund willkommen und umfasst damit vier Jahre nach ihrer Gründung fast alle Standorte der deutschen Universitätsmedizin. Ab sofort arbeiten akademische Biobanken an 35 Standorten und ein IT-Entwicklungszentrum in dem durch den German Biobank Node (GBN) koordinierten Netzwerk zusammen. Biobanken spielen eine wichtige Rolle für die biomedizinische Forschung, da sie menschliche Bioproben verarbeiten, lagern und mit zugehörigen Daten zur Verfügung stellen. GBA-Biobanken etablieren gemeinsame Qualitätsstandards und vernetzen sich über eine IT-Infrastruktur. Damit bieten sie ideale Voraussetzungen für standortübergreifende Sammlungen von Bioproben – insbesondere für die Covid-19-Forschung ein wichtiger Vorteil.

Die moderne Medizin wird immer präziser: Krankheiten werden zunehmend anhand feiner molekularer Unterschiede diagnostiziert, um für jede Patientin und jeden Patienten die individuell passende Therapie zum richtigen Zeitpunkt anwenden zu können. „Das nötige Wissen für eine solche Präzisionsmedizin lässt sich nur durch die umfassende Analyse von Bioproben sowohl von gesunden als auch erkrankten Menschen erarbeiten. Mit größter Sorgfalt sammeln, verarbeiten und lagern Biobanken deshalb Blut, Gewebe und andere Körpermaterialien und stellen diese der Forschung zur Verfügung“, sagt Prof. Dr. Michael Hummel, Leiter des German Biobank Node (GBN). 

Vergleichbare Probenqualität, einfacher Zugang 

Die Qualität der verwendeten Proben und der schnelle Zugriff darauf ist für den Erfolg biomedizinischer Forschung entscheidend. Um für die akademischen Biobanken in Deutschland einheitliche Qualitätsstandards zu etablieren und sie über eine gemeinsame IT-Struktur zu vernetzen, wurde 2017 die GBA gegründet. Jetzt hat sie 15 weitere Biobanken in ihren Verbund aufgenommen: Die Augsburg Centralized Biobank der Universitätsmedizin Augsburg ist neue Partner-Biobank der GBA, darüber hinaus sind ab sofort 14 Observer-Biobanken vertreten. Um den in diesem Jahr eingeführten Status zur Vorbereitung auf eine spätere GBA-Partnerschaft bewarben sich erfolgreich die DRFZ Cell-based Biobank in Berlin, die BioMaterialBank (BMB) Nord in Borstel, die BIPS Biobank Bremen, die Biomaterialbank des Universitätstumorzentrums Düsseldorf, die Central Biobank Erlangen (CeBE), die UGMLC Giessen Biobank, der Biobankenverbund am UKE in Hamburg, die HOM-BMB in Homburg, das PopGen 2.0 Netzwerk (P2N) in Kiel, die Biobank der Medizinischen Fakultät der Universität Köln, die Biobank des UK OWL/Campus Klinikum Lippe, die UMM Biobank und die Biobank des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit (ZIPP Biobank) in Mannheim sowie die Zentrale Biobank der Medizinischen Fakultät Münster (zbb-mfm).  

Essenzielle Infrastruktur für die biomedizinische Forschung 

„Die neu aufgenommenen Biobanken sind eine Bereicherung für unseren Verbund. Die GBA wird durch sie leistungsfähiger und kann die Forschung flächendeckend in ganz Deutschland unterstützen“, sagt GBN-Geschäftsführerin Dr. Cornelia Specht. Mit ihren Sammlungen erweitern die neuen Biobanken perspektivisch den gemeinsamen Proben-Pool der Allianz, den WissenschaftlerInnen über das Online-Tool „Sample Locator“ nach bestimmten Eigenschaften durchsuchen und dadurch passende Proben für ihre Forschung finden können. Hummel ergänzt: „Mit der Ausweitung der GBA auf fast alle Standorte der Universitätsmedizin macht das moderne, vernetzte Biobanking einen großen Schritt nach vorne – nicht nur in Deutschland, sondern auch europaweit mit unserer Partner-Struktur BBMRI-ERIC.“  

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