Microbiome Research and Biobanking

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GBN-Workshop: Microbiome Research and Biobanking

Milliarden von Mikroorganismen wie Bakterien und Viren besiedeln den menschlichen Körper und beeinflussen die Gesundheit. Das sogenannte Mikrobiom findet sich nicht nur im „Darm mit Charme“: Mikroorganismen kommen auch im Mund, in der Lunge oder auf der Haut vor. Vergleicht man die Anzahl der menschlichen Körperzellen mit der Zahl der Mikroben, sind die kleinen Organismen deutlich in der Überzahl.

In den letzten Jahren ist das Mikrobiom als Forschungsgebiet immer stärker in den Fokus gerückt, zuweilen ist sogar von „Microbiomania“ die Rede. Mithilfe der Metagenomik erfassen WissenschaftlerInnen heute exakt, wie viele der verschiedenen Spezies sich in Bioproben befinden. Beim Workshop „Microbiome Research and Biobanking“ des German Biobank Node (GBN) am 5. Mai 2020 sprechen medizinische Forscherinnen und Biobankvertreter über aktuelle Erkenntnisse und Trends aus der Wissenschaft sowie über Herausforderungen des Biobankings in diesem Kontext.

Das Mikrobiom spielt bei zahlreichen Krankheiten eine Rolle: bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, bei Hautekzemen oder Lungenleiden. Es wirkt sich sogar auf Organe wie zum Beispiel das Gehirn aus, zu denen es selbst gar nicht gelangt. So sind auch für psychiatrische oder neurologische Erkrankungen häufig Veränderungen des Mikrobioms verantwortlich. In ihrer Keynote spricht Dr. Cristina Menni (London) über das Mikrobiom des Darms, Ernährung und kardiometabolische Gesundheit. Dr. Lucas Moitinho-Silva (Kiel) berichtet über Einflüsse auf das Mikrobiom der Haut und Dr. Li Deng (München) beleuchtet das Zusammenspiel von Bakteriophagen und Mikroben und den Einfluss dieser Interaktion auf den Menschen. Für die Erforschung des Mikrobioms eignen sich verschiedene Arten von Bioproben, zum Beispiel Stuhl, Hautabstriche oder bronchialer Schleim.

Ziel des Workshops ist es, den Austausch zwischen Forschung und Biobanking zu stärken und damit optimale Voraussetzungen für aussagekräftige Forschungsergebnisse zu schaffen. Die Veranstaltung findet im Clinical Research Center (CRC) Hannover statt; die Konferenzsprache ist Englisch.

Moderation: Dr. Gabriele Anton, Prof. Dr. Thomas Illig, Prof. Dr. Wolfgang Lieb

 

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